Rückblick auf ein gelungenes Hoffest
 
Bei herrlichem Wetter fand am 28. August das zweite Hoffest auf dem Kreuthof statt. Mit einem Freiluft- Gottesdienst beginnend, der von Arche Noah mitge-
staltet wurde, waren schon fast alle Sitzmöglichkeiten belegt. Nach dem Gottesdienst segnete Pfarrer Danner das neu erbaute Stallgebäude.
Mit einer üppigen Auswahl an Speisen und Getränken, Kaffee und Kuchen sowie leckerem Eis konnte man sich für die weiteren Angebote stärken.
Bei der Hofbesichtigung hatte man die Möglichkeit, sich mit der Funktion und Technik im und um das neue Stallgebäude zu informieren. Reges Interesse herrschte auch an den Infoständen der verschiedenen Aussteller.
Ein tolles Kinderprogramm mit Reiten, Streichelzoo, Schmuck basteln, Trampolin,... rundeten das vielseitige Angebot an diesem Tag ab. Mit einer eigenen Ausstellung präsentierten sich die 27 Vitusheim- Gruppierungen über Ihre Arbeit. 30 selbst gestaltete Plakate erstaunten so manchen Besucher, wie viele Gruppierungen hier ihren Beitrag für eine lebendige Kirchengemeinde leisten.

Danke:
- an alle Helfer, die mit einem Dienst und/oder Aufgabe für das gute Gelingen beigetragen haben.
- der Familie Klos, die sich bereit erklärt hat, den Erlös vom Hoffest für das Vitusheim zu spenden.
- und natürlich auch an alle Besucher, die den ganzen Tag für einen „vollen“ Kreuthof gesorgt haben.

                                                             Bildergalerie vom Hoffest am 28. August 2011
 

"Kreuthof" deutet auf einen gerodeten Waldplatz, auf dem ein Hof erstellt wurde, hin.

Der Name Kreuthof hat nichts mit dort vielleicht einmal wachsenden besonderen Kräutern zu tun. Dafür spricht auch die mundartliche Aussprache dieses Namens
"Kreithof" statt "Kreuthof". Im Mittelalter bedeckte die Fläche, auf der später der Hof erbaut wurde, noch dichter Wald. Er musste erst durch die schwere Arbeit des Waldrodens, des "Ausreitens", wie man in der Mundart sagt, beseitigt werden.
Das mittehochdeutsche Tätigkeitswort riuten, das in unserer Mundart zu "reiten" wurde, bedeutet "reuten, ausreuten, urbar machen". Unter "das geriute" verstand man "ein durch Reuten urbar gemachtes Landstück", in der Mundart "das Gereit", kurz Greit oder Kreit genannt.


Bereits 1403 gibt es eine urkundliche Erwähnung des Kreuthofs, der lange im Besitz des Klosters Ellwangen war.

1733
wird auf dem Hof ein "dem Kapitel gehöriger Bauer" erwähnt.
Der Hof wird im 18. und 19. und noch im Anfang des 20. Jahrhunderts mehrfach vererbt, verkauft oder auch ersteigert.
Im Dezember 1949 wagten der aus dem Sudetenland stammende
Max Klos und seine Frau Anna den großen Schritt, den Kreuthof zu pachten, den sie im Juni 1964 käuflich erwarben und sechs Jahre später an ihren Sohn Ekkehardt und dessen Frau Anna Maria (Bild links)übergaben.
Deren Sohn Peter erlernte den Beruf des Landmaschinenmechanikers, wurde in zwei Jahren Abendschule Landwirt, besuchte ab 2001 die Fachschule in Kupferzell, schloss 2003 als Wirtschafter ab und wurde 2004 Landwirtschaftsmeister.

Dies alles waren gute Voraussetzungen, um im Jahre 2005 mit seiner Frau Simone - augebildete Dorfhelferin -  (Bild rechts) den elterlichen Hof mit rund 50 Hektar bewirtschafteter Fläche zu übernehmen.
2009 wurde der neue Stall (Ersatz für den 1933 erbauten und zuletzt 1978 umgebauten Stall)  für 60 Kühe und 56 Plätzen für die Nachzucht fertiggestellt.

Zur Einweihung des neuen Stalles fand im August 2009 das erste Hoffest auf dem Kreuthof statt.

     
               Kreuthof  um 1950                                   Kreuthof 1985                                        Der neue Stall                                          Hoffest 2009